Gruetziwohl & welkaam again
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Aloha!

Da sind wir schon wieder, und zwar in absoluter Höchstform! Mittlerweile ist es ja nicht mehr ganz so einfach, die in uns gesteckten Erwartungen einigermaßen zu erfüllen als auch unseren eigenen Ansprüchen mindestens zu genügen, aber, Leute: es ist vollbracht! Lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen Sie das, was da auf uns alle zu kommt in diesem Sommer – mit Fug und Recht darf behauptet werden, wir hätten uns selbst übertroffen! Zu konstanten Konditionen und ohne Abstriche haben wir euch ein exquisites wie exklusives Billing zurecht gezimmert, welches es geradezu unmöglich macht, heimlich zu schwänzen oder sonst irgendwie unanwesend zu sein; aber lesen Sie selbst…

THE DEVIL & THE NoNos aus Kamenz setzten nicht nur de Tradition sehr talentierten Nachwuchses regionaler Natur fort, sondern reihen sich auch in die superbe Riege kompromisslos-konsequenter Stoner / Doom –Walzen ein, welche in den letzten Jahren unseren allseits beliebten Teppich planieren durften. Wenngleich dieser Höllenchef samt nihilistischem Anhang ein wenig düsterer agiert als einige seiner Kollegen… aber keine Furcht: sicherheitshalber haben wir darauf geachtet, dass die letzten Sonnenstrahlen noch zu erahnen sein werden, wenn ihr ihnen begegnet!

DROWN MY DAY sind das heftigste, was Krakau derzeit musikalisch zu bieten hat. Um in der Sprache der Zeit zu bleiben: auf högschdem technischen Niveau kombiniert unser zweiter polnischer Import in Folge das Beste aus brutalem, an die versumpften Gefilde Floridas gemahnenden Todesmörtel und zeitgemäßer Mätthälcore – Präzision. Es ist eventuell ratsam, die Nackenmuskulatur in den nächsten Wochen einem intensiven Training auszusetzen…

Zu TURBOSPERBER muss wohl kaum noch viel gesagt werden. Und wenn doch, dann eigentlich nur dies: Rock ’n’ Roll, Baby! Die Zittauer Recken mit ordentlich Spaß, aber auch Dampf in den Backen sind dezidiertes Pflichtprogramm für alle, die sich ihren Sound am liebsten stehend in Bewegung einverleiben – wer lieber auf dem Hocker bleibt, riskiert, von selbigem gerissen zu werden. Das muss jetzt aber wirklich reichen.

BERLINSKA DRÓHA, überraschenderweise aus, ähm, Berlin, gehören zu den Bands der Stunde. Ganz im Sinne des für NUKSTOCK typischen Abwechslungsreichtums gönnen wir euch mit diesem Duo etwas seichtere Klänge, die aber keineswegs kraftlos daher kommen – im Gegenteil. Wem diese Postpunkfolker bisher unbekannt waren wird sich davon überzeugen dürfen, wie viel Power „nur“ durch Gesang, Violine und Klavier freigesetzt werden kann. Die Kenner hingegen üben eh schon heimlich behufs adäquaten Mitsingens…

REQUITAL, ebenfalls Berlin, hantieren in ihren Songtiteln nicht von ungefähr mit dem geneigten Liebhaber das Wasser im Munde zusammen laufen lassenden Attributen wie Pestilence oder Cancer – Death Metal der alten Schule, Sektion Mitteleuropa ist das taktische Konzept der Vergeltung, wenn Sie verstehen, was ich meine…

STONEHEAD beherrschen ihr Metier glänzend; das Spektrum der Dresdener reicht hierbei von fieser Lava über schwerelose Weltraumspaziergänge bis hin zu Hochgeschwindigkeitsrodeo. Cowboyhüte und –stiefel, dicke Zigarren, ausgeblichene Stirnbänder und / oder zerrissene Jeans sind demnach genauso wenig fehl am Platze wie nietenbewährte Lederklamotten oder Klerikalkluft. Und immer daran denken: Der Wind des Falken weht am schwarzen Feierabend in der Kathedrale!      

Black Metal und Punk bringt man heutzutage nicht unbedingt miteinander in Zusammenhang, und das, obgleich beide Genres geschichtlich betrachtet wenn nicht Zwillinge, so wenigstens Cousins ersten Grades sind… Aber wir wissen ja, dass auch wir dem ominösen Bildungsauftrag zu huldigen haben, und somit wird euch eine kleine Historie livehaftig zugänglich gemacht: !ÚL.. zelebrieren die höchst seltene Synthese beider Gattungen in Vollendung, streifen dabei mal mehr, mal weniger längst vergangene Entwicklungsphasen extremer Musik, entstauben hier und da dezent und kommen schlussendlich auf ganz erstaunliche Weise zu einer einzigartigen Fusion und beweisen, wie ausgezeichnet Iro und Corpsepaint harmonieren (ehrm, also jetzt nicht im tonsätzlichen Sinne…). Und, wie nicht anders zu erwarten, ist das Prager Wahnsinnskommando live geradezu unerhört intensiv… 

Kaiserslautern ist für so einiges bekannt, aber als Festung grandioser Tonkunst von internationalem Format wohl eher nicht so… zumindest bisher: DIORAMIC, mit frischem Plattenvertrach nebst Platte in der Tasche, schicken sich an, der großen, weiten Welt ihre Aufwartung zu machen – und ohne Zweifel wird sich dieses Verhältnis in äußerst naher Zukunft umkehren. Stilistisch einzuordnen ist das Werk der Pfälzer nicht, aber eigenständig, fortschrittlich und nicht ohne Schelm im Helm allemal. Eine komplexe Mixtur, erschaffen sowohl für den Kopfhörer (in jedwedem Sinne des Begriffes) als auch für die Bühne. Schubladenfreunde aufgepasst: wer eine griffige Konstruktion ersinnt, gewinnt einen Preis! Definitiv nicht griffig ist zum Bleistift avantprogpostcoreemoextremerock. Aber immerhin fast zutreffend…

Wenn es eine Band gibt, die wie keine andere all jenes repräsentiert, wofür NUKSTOCK (ein)steht, dann spielt und beherrscht diese alles, ist immer und überall eine Augen- und Ohrenweide, absolut einzigartig und definitiv ein essentieller Eckpfeiler der Musikgeschichte, kommt aus Helsinki und heißt WALTARI.

Ihr seht: rechtzeitiges erscheinen zum Sichern sicheren Eintritts ist geboten. Zählt die Tage, zählt die Stunden – wir sehen uns, tschö, b.

       

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